Mein persönlicher Jahresrückblick 2023

Hallo lieber Leser!

Auch in diesem Jahr möchte ich berichten, was 2023 „Spannendes“ in meinem Leben passiert ist. Dies möchte ich nutzen, um mein Jahr in aller Ruhe noch einmal unter die Lupe nehmen zu können und eine Dokumentation zu haben. Seit dem Blogstart in 2019 ist einiges geschehen – an dieser Stelle freut es mich sehr, dass du entweder zum ersten oder zum wiederholten Male auf meiner Seite vorbeischaust. Ich möchte den Beitrag in Sparen, Investitionen, Vermögen, Studium & Beruf, Hobbys und Ausblick auf 2024 gliedern.

Sparen

2023 war ein gutes Jahr, was die Ausgaben und die Sparquote angeht. Für dieses Jahr hatte ich mir höhere Budgets für Urlaub, Auto, Freizeit und Hobbys gesetzt. Es gab keine außergewöhnlichen Aufwendungen bzw. Überraschungen und auch die Kosten fürs Auto blieben unter den Erwartungen. Leider bahnen sich aber für den Anfang 2024 höhere Reparaturkosten an – damit wären die Einsparungen in 2023 passé. In 2023 sind lediglich 81% der budgetierten Ausgaben eingetreten, was gegenüber dem Vorjahr wiederum eine Einsparung von rund 18% bedeutet. Dieser Effekt kommt aber größtenteils aus den Ausgaben fürs Auto. Die Ausgaben teilen sich in die folgenden Bereiche grob auf: 41% Wohnen, 16% Lebensmittel/Haushalt inkl. Essen gehen, 14% Sprit, 10% Urlaub, 5% Geschenke, 4% Freizeit. Die restlichen 10% teilen sich auf Versicherungen (3%), sonstige Einkäufe (3%), Auto (3%), Hobby, Handy, Abos und Bildung auf. Zusätzlich aufgrund von positiven Entwicklungen auf der Einkommensseite kann ich dieses Jahr mit einer mittleren Sparquote von 77,5% abschließen.

Investitionen

Bei den Investitionen ist in 2023 eine große Dynamik zu sehen. Zunächst habe ich alle Investitionen aus P2P-Krediten abgezogen. Anfang des Jahres wurde zunächst das Geld von Robocash genommen, und nach einer kurzen 2-monatigen neuen Testphase auf Mintos wurden auch dort die Investments beendet. Bei Robocash wurden die Zinsen leider stetig reduziert und die Aktivitäten auf Mintos haben zeitlich mit anderen neuen Investitionen kollidiert, bei denen ich zu diesem Zeitpunkt dann die Priorität sah. Dieses Jahr war nämlich geprägt vom Einstieg in ein neues Feld: dem Optionshandel. Nach Jahren der vollständigen Ignorierung, habe ich im April erste Versuche gewagt und mich in das Thema eingelesen und direkt praktische Erfahrungen gesammelt. Ich habe mich per Selbststudium angenähert und habe meine eigenen Strategien definiert. Jetzt, nach acht Monaten vieler drastischer Fehler, vieler Missgeschicke und zeitweiligen hohen Verlusten, habe ich mehr denn je die Zuversicht, dass mit einer definierten Handelsstrategie, dem täglichen Handeln gemäß dieser Strategie und einem permanenten Optimismus, der Optionshandel eine lukrative Alternative für den aktiven Part im Portfolio ist. Nach acht Monaten bin ich immer noch dabei, meine Strategien zu hinterfragen und stetig zu optimieren. Ich vermute, dieser Prozess wird nie ein Ende finden.

Lange Rede, kurzer Sinn: ich habe ab April einige Änderungen in meinem Gesamtportfolio vorgenommen. Zunächst wurden meine drei Depots zu einem zusammengefasst und ich habe alle meine risikofreudigen (Hebel-)ETFs verkauft. Dieses Geld habe ich in risikoärmere Basisinvestments wie den MSCI World umgeschichtet, welches damit aktuell meinen passiven Part im Portfolio darstellt. Gemeinsam mit dem Optionshandel, dem aktiven Part, kann ich damit Synergieeffekte wie Margin-Anforderungen nutzen und Schwankungen im Gesamtportfolio reduzieren. Einzahlungen und Gewinne aus dem aktiven Part gehen direkt in den passiven Part des Portfolios.

Ich bin gespannt auf die Erfahrungen, welche ich in 2024 mit dieser Strategie noch sammeln werde.

Vermögen

Ein Blick auf die Vermögensentwicklung in 2023 zeigt, dass die Schwankungsbreite zwischen den Monaten immens gestiegen ist. Während ich in Monaten der Durstrecken wie August und September sehr hohe Verluste eingefahren habe, konnten Monate wie Mai, Juli, November und Dezember überdimensional hohe Gewinne erzielen. Zusätzlich durch erneut sehr hohe Sparquoten und höherem Einkommen (verglichen mit 2022) konnte in 2023 ein Gesamtvermögenszuwachs um 98% (vs Ende 2022) erreicht werden. Ende Dezember 2023 wurde damit ein neues „All-time-High“ markiert.

Studium & Beruf

Man glaubt es kaum, und im letzten Jahresrückblick wurde auch noch kein Gedanke darüber verloren: ich habe zum Ende des Jahres 2023 gekündigt 🙂 Ich habe beschlossen, lieber jetzt als zu spät die Reissleine ziehen und mir die Zeit einzuräumen, bis ich wieder „richtig Bock“ auf was Neues habe. Ich bin in der glücklichen Situation, dass mir meine aktuelle finanzielle Situation mittlerweile gewisse Freiheiten bietet, und von diesen will ich schon heute profitieren – nicht erst in 10 Jahren.

Mein berufsbegleitendes MBA-Studium, welches ich zum Sommersemester 2022 gestartet habe, konnte in 2023 ohne größere Zwischenfälle planmäßig absolviert werden und die künftige freie Zeit nutze ich jetzt, um in aller Ruhe das Studium abzuschließen. Aktuell sitze ich an der Masterarbeit und werde diese am Ende des ersten Quartals 2024 abgeben.

Hobbys

Eines der Highlights dieses Jahres ist, dass ich seit April gemeinsam mit einem guten Freund monatliche Stammtischtreffen zu finanzieller Freiheit in Mannheim und Heidelberg organisiere. Dadurch konnten bereits so viele interessante Gespräche entstehen und Inspirationen geweckt werden. Ich bin sehr froh, dass wir diesen Schritt gegangen sind und ich freue mich bereits jetzt auf noch mehr coole Treffen und das Kennenlernen interessanter Persönlichkeiten in 2024. Interesse vorbeizuschauen? – hier bekommst du weitere Informationen 🙂

Zudem habe ich dieses Jahr einige Angeltrips unternommen – wenn auch meiner Meinung nach noch zu wenige. Ich genieße die Zeit in der Natur und am Wasser, wenn man entweder alleine oder mit einem Kumpel die Ruhe genießt und sich gemütlich austauschen kann. Im nächsten Jahr werde ich mir dann eine Jahreskarte für den hessischen Rhein holen. Auch mit dem Kajak war ich dieses Jahr zweimal unterwegs und könnte mir vorstellen, bald Mehrtagestrips auf dem Wasser zu unternehmen.

Beim Thema Reisen konnte ich dieses Jahr auch neue Erfahrungen bei einer 14-tägigen Backpacking-Reise in Georgien machen. Ich kannte diese Art von Urlaub noch nicht und war überflutet von den Eindrücken, welche man beim täglichen Standortwechsel quer durchs Land macht. Es hat mir gezeigt, dass bei solchen Reisen schlicht und einfach die Zeit der Engpass ist, um die Eindrücke adäquat verarbeiten zu können, und die täglichen Abenteuer einer gesonderten Auszeit bedürfen. Bei 30 Urlaubstagen im Jahr kommt man aber schnell an seine Grenzen.

Ausblick 2024

Das Jahr 2023 war für mich in vielerlei Hinsicht bereichernd. Der entscheidende Punkt aber war, dass es meine mittelfristige Planung völlig über den Haufen geschmissen hat und ich mich für die Kündigung entschieden habe – ohne einen genauen Plan zu haben, wann ich wieder in ein neues Arbeitsverhältnis gehen werde. Der Vorsatz für 2024 ist, sich Zeit zu lassen, keine Deadlines zu setzen und einfach mal den inneren Wünschen freie Fahrt zu lassen. Vieles ausprobieren, Erfahrungen machen, neue Reisen unternehmen und mehr Zeit für Hobbys & Beziehungen investieren. Ich bin wirklich sehr gespannt, wo ich in einem Jahr stehen werde, sowohl bei den Investitionen als auch (besonders) bei den persönlichen Zielen.

Aber nun genug erzählt: genieße die freien Tage zwischen den Jahren und schmiede Pläne für dein 2024! Lege dir neue Ziele zurecht und schreibe konkrete Strategien nieder. Sehe immer das Gute in allem und mache dir keine Sorgen um unrelevante Dinge. Orientiere dich nicht an anderen Menschen, sondern gehe deinen eigenen Weg. Nutze jedes Jahr, denn du weißt nie, welches dein Letztes sein wird.

Aber nun genug schlaue Sätze gedropped: Ein gesundes, frohes und erfolgreiches 2024 wünsche ich dir!

Dein Jonas 🙂

Mein persönlicher Jahresrückblick 2022

 

Hallo lieber Leser!

Einmal im Jahr möchte ich mir die Zeit nehmen, ausführlich das Vergangene rekapitulieren zu lassen. Auch wenn aufgrund meiner Inaktivität sicherlich nicht mehr allzu viele Leser auf der Matte stehen, möchte ich für mich mit dem Jahr abschließen. Es ist viel passiert, auf dem Aktienmarkt musste ich einiges einstecken und Corona gibts immer noch. Ich möchte den Beitrag in Finanzen, Investitionen, Studium & Beruf, Hobbys und Ausblick auf 2023 gliedern – wie schon im letzten Jahr.

 

Finanzen

Seit März 2021 pflege ich alle meine Ausgaben in einer App namens „Money Manager“. Somit war das Jahr 2022 nun das erste, welches ich datentechnisch komplett erfasst habe. Es lässt sich zusammenfassen, dass ich mit einer Sparquote von 66,5% aus dem Jahr gehe. Von 100% Nettogehalt habe ich also 33,5% ausgegeben und den Rest auf dem Kapitalmarkt investiert. Bei den Ausgaben gingen ca. 46% für Wohnen, 14% fürs Auto, 9% für Sprit, 9% für Lebensmittel und 6,5% für Urlaub drauf. Die restlichen Prozente für sonstige Einkäufe, Versicherungen, Hobbys und Geschenke. Auf der Einkommensseite konnte ich im Gegenzug ebenfalls Steigerungen verzeichnen. Ich bin mit der Sparquote sehr zufrieden – für 2023 plane ich die selbe Struktur ein. Lediglich die Autokosten fielen aufgrund von Reparaturen dieses Jahr leider sehr hoch aus. Hier hoffe ich im nächsten Jahr auf Besserung.

Mein Portfolio lief im Jahr 2022 jedoch alles andere als rosig. Nach dem ATH im Dezember 2021 ging es mit meinen Werten auf eine wilde Achterbahnfahrt. Das Gesamtvermögen ist – verglichen mit 12/2021 – trotz der hohen Sparraten in diesem Jahr um ca. 20% eingebrochen. Die starken Gewinne aus den Jahren 2020 und 2021 sind damit verpufft. Da insbesondere in den letzten 1,5 Jahren die größten Investitionen getätigt wurden, hat mich die aktuell schlechte Entwicklung hart erwischt. Für die langfristige Anlage sehe ich das natürlich als große Chance, im hier und jetzt bedeutet es für mich aber herbe (Buch-)Verluste. Hierzu möchte ich im neuen Jahr nochmal gesondert einen Einblick geben.

Investitionen

Grundlegend blieb bei den Investitionen alles beim Alten. Ich habe meine Strategie stur durchgezogen und keine wesentlichen Änderungen vorgenommen. Auf der P2P-Seite wurden im Vorjahr bereits alle Investitionen von Mintos und Bondora abgezogen. Kleinere Summen wurden auf Robocash und Crowdestor verschoben. Bei Robocash kommen die Zinsen weiterhin regelmäßig an, auch wenn der durchschnittliche Zins von ca. 11% auf 9,5% gefallen ist. Mit Crowdestor habe ich innerhalb eines Jahres ausschließlich schlechte Erfahrungen gemacht. Aus keiner der getätigten 10 Investitionen habe ich jemals eine Rückzahlung erhalten. Hier versuche ich aktuell, den Bestand mit leichtem Discount zu verscherbeln. Der Sparerpauschbetrag in Höhe von 801 Euro wurde durch Einzelaktienverkäufe zu Beginn des Jahres und P2P-Zinsen voll in Anspruch genommen.

 

Studium & Beruf

Wie im letzten Jahresrückblick angekündigt, durfte ich zum Sommersemester 2022 meinen berufsbegleitenden MBA in Controlling an der Universität Regensburg beginnen. Das erste Semester ist abgeschlossen, das zweite wird im Februar folgen. Insgesamt vier Semester inkl. Masterarbeit gilt es zu absolvieren. Im Beruf durfte ich im Laufe dieses Jahres immer mehr Verantwortung übernehmen und meinen Horizont erweitern. Ich bin froh, das Wissen aus dem Studium direkt im Beruf anwenden zu können.

 

Hobbys

Auch bei den Hobbys hat sich in diesem Jahr einiges getan. Während seit der Schulzeit die Hobbys eher im Hintergrund standen, wollte ich in diesem Jahr in neue Sportarten einsteigen. Im letzten Quartal habe ich mit Badminton begonnen und großen Spaß daran gefunden. In 2023 möchte ich hier weiter ansetzen und meine Technik verbessern. Nach langem Schieben habe ich in den Semesterferien im Sommer auch endlich mit dem Kurs für den Fischereischein begonnen und durfte im November das Zeugnis in den Händen halten. Insbesondere auf diesem Gebiet möchte ich in 2023 neue praktische Erfahrungen sammeln.

 

Ausblick 2023

Das Jahr 2023 wird für mich in vielerlei Hinsicht spannend. Insbesondere auf dem Aktienmarkt kann es noch interessant werden, wenn die anhaltende Inflation keine Bremse kennt und sich die gesamtwirtschaftliche Lage nicht entspannt. Ich muss die aktuelle Lage als Chance sehen und halte die Sparrate weiterhin hoch bzw. erhöhe sie bei weiteren Einkommenssteigerungen. Der neue Eskalationsplan greift erst bei ca. -40% zum Markt-ATH. Mal sehen, vielleicht wird diese Marke schon bald geknackt.

 

Aber nun genug erzählt: genieße die freien Tage zwischen den Jahren und schmiede Pläne für dein 2023! Lege dir neue Ziele zurecht und schreibe konkrete Strategien nieder. Sehe immer das Gute in allem und mache dir keine Sorgen um unrelevante Dinge. Orientiere dich nicht an anderen Menschen, sondern gehe deinen eigenen Weg.

 

Ein gesundes, frohes und erfolgreiches 2023 wünsche ich dir!

 

Mein persönlicher Jahresrückblick 2021

 

Hallo lieber Leser!

Schon lange habe ich nichts mehr in Form von neuen Artikeln von mir hören lassen. Der letzte Beitrag – wenn man von den Performance Updates absieht – war der vom Jahresabschluss 2020. Ein Jahr später möchte ich diese Gelegenheit erneut nutzen, um über mein Jahr 2021 zu berichten und Bilanz zu ziehen. Einmal im Jahr möchte ich mir die Zeit nehmen, ausführlich das Vergangene rekapitulieren zu lassen. Wie letztes Jahr angekündigt, hatte ich viele spannende Veränderungen zu erwarten. Ich möchte den Beitrag in Finanzen, Investitionen, Studium & Beruf, Business und Ausblick auf 2022 gliedern – genau so wie schon im letzten Jahr.

 

Finanzen

Ab März 2021 habe nun auch ich begonnen, meine laufenden Ausgaben in einer App zu pflegen. Damit kann ich Auswertungen durchführen und die größten Posten identifizieren. Durch Corona waren die Ausgaben für Freizeitgestaltung weiterhin sehr niedrig, im Gegenzug sind jedoch die Spritpreise seit Anfang des Jahres stark angestiegen. Dadurch, dass ich Vielfahrer bin, bekam ich das gut zu spüren. Die größten Einzelpositionen stellten allerdings der Sommerurlaub und der Umzug in eine gemeinsame Wohnung mit meiner Freundin dar. Nichtsdestotrotz konnte ich meine Sparquote seit Oktober steigern, da ich auf der Einkommensseite durch den Berufseinstieg einige Euros mehr auf die Seite bekomme. Die monatlichen Ausgaben sind seither um ca. 25% gewachsen, das Einkommen jedoch um ca. 100%. Alle geplanten Investitionen wurden das ganze Jahr über konstant getätigt – es gab keine Sonderinvestitionen. Grund dafür war der unspektakuläre Marktverlauf, welcher aus meiner Sicht keine speziellen Eingriffe erforderte. Die konstanten Kursentwicklungen nach oben ließen meine Vermögensblöcke in Summe seit Abschluss 2020 um ca. 80% ansteigen – somit über dem ursprünglich angesetzten Ziel von 50%. Meine Performance im Jahr 2021 wird in den nächsten Wochen separat veröffentlicht.

 

Investitionen

Grundlegend blieb bei den Investitionen alles beim Alten. Ich habe meine Strategie stur durchgezogen und keine wesentlichen Änderungen vorgenommen. Auf der P2P-Seite wurden alle Investitionen von Mintos und Bondora abgezogen. Kleinere Summen wurden auf Robocash und Crowdestor verschoben. Damit halte ich weiterhin einen kleinen regelmäßigen Cashflow aufrecht. Dieses Geld sollte dort aber nur kurz- bis maximal mittelfristig eingesetzt sein und wird auch nicht mehr erhöht. Im Bereich der ETF-Sparpläne wurden nur kleinere Verschiebungen vorgenommen. Ich halte an einer 15% China Strategie weiterhin fest, auch wenn dieser Teil meines Depots im letzten Jahr richtig einstecken hat müssen. Der Sparerpauschbetrag in Höhe von 801 Euro wurde durch Umschichtungen und P2P-Zinsen voll in Anspruch genommen.

 

Studium & Beruf

Im Jahr 2021 habe ich mein letztes Theoriesemester und die letzten beiden Praxissemester meines dualen Studiums erfolgreich abgeschlossen. Dazu zählte auch die Anfertigung der Bachelorarbeit. Im September war dann das Projekt Bachelor abgeschlossen. Ich bin froh, das Studium in Wirtschaftsingenieurwesen 2018 aufgenommen zu haben, da ich in den vergangenen drei Jahren extreme Fortschritte in der persönlichen Entwicklung gemacht habe. Hierzu hat das generalistische Studium des Wirtschaftsingenieurwesens maßgeblich beigetragen. Ab Oktober durfte ich dann meine Stelle als Controller bei einem neuen Arbeitgeber wie geplant antreten. Ich bin sehr glücklich über den Wechsel und erstaunt, was ich in den vergangenen drei Monaten im Themenbereich Controlling schon lernen durfte. Parallel konnte ich mir die Zulassung zu einem berufsbegleitenden MBA-Studium sichern, welches zum Sommersemester 2022 beginnt.

 

Business

Wie im letzten Jahresrückblick erwähnt, habe ich in 2020 mit dem semiprofessionellen Reselling von Spielekonsolen begonnen. Diese Nebenbeschäftigung habe ich bis ca. Mitte dieses Jahrs fortgeführt. In Zeiten der Bachelorarbeit und des neuen Jobs habe ich dies jedoch langsam beendet, da keine Zeit mehr übrig war. Um es ernsthaft weiter zu betreiben, wären mehr Professionalität und Automatisierung notwendig gewesen – was ich allerdings an dieser Stelle an Aufwand nicht investieren konnte/wollte. Ich bin dankbar für die Erfahrungen, werde den beruflichen Fokus jedoch woanders setzen.

 

Ausblick 2022

Das Jahr 2022 wird für mich ein weiteres spannendes Jahr sein. Neben dem MBA-Studium wird es auch im Job zu vielen neuen Herausforderungen kommen. Nach den entspannten Jahren an der Börse könnte es zu Situationen kommen, in welchen besonderer Handlungsbedarf besteht. Die Sparpläne bleiben fest, es kommt zu keinen außergewöhnlichen Ausgaben. Für das Vermögenswachstum peile ich einen Wert um die 30% an.

 

Aber nun genug erzählt: genieße die freien Tage zwischen den Jahren und schmiede Pläne für dein 2022! Lege dir neue Ziele zurecht und schreibe konkrete Strategien nieder. Sehe immer das Gute in allem und mache dir keine Sorgen um unrelevante Dinge. Orientiere dich nicht an anderen Menschen, sondern gehe deinen eigenen Weg.

 

Ein gesundes, frohes und erfolgreiches 2022 wünsche ich dir!

 

Mein persönlicher Jahresrückblick 2020

 

2020 – ein Jahr mit vielen Facetten.

Heute möchte ich einen persönlichen Jahresrückblick wagen, in welchem ich mein 2020 Revue passieren lasse. Meine endgültige Portfolio-Performance für den Dezember, das vierte Quartal und das gesamte Jahr 2020 werde ich Anfang Januar veröffentlichen.

Um meinen Jahresrückblick besser zu gliedern, habe ich meine Gedanken in Finanzen, Investitionen, Business, Blog, Studium & Beruf  und Ausblick auf 2021 eingeteilt.

 

 

Im Bereich der persönlichen Finanzen hat sich dieses Jahr wieder mal einiges getan. Die Ausgaben haben „dank“ Corona neue Tiefpunkte erreicht. Reduzierte Sprit-, Werkstatt-, Essens-, Urlaubs- und Freizeitausgaben haben ordentlich zu einem jeweils monatlichen Überschuss beigetragen. Die Gehaltserhöhung im Rahmen meines dualen Studiums wird ebenfalls zu 100% investiert. Die Spar- und Investitionsquote konnte dadurch noch weiter erhöht werden. In monatlichen Updates dokumentiere ich meine aktuelle Vermögensaufstellung unter Einbeziehung aller Assets. Da ich meine Investitionen alle wie geplant tätigen konnte, keine unvorhergesehenen großen Ausgaben fällig wurden und der Kapitalmarkt nach dem Rücksetzer im Frühjahr wieder nur eine Richtung kannte, ergibt sich zwischen Abschluss 2019 und dem (voraussichtlichen) Abschluss 2020 ein Wachstum von 90 – 100%. Dieser Wert kann natürlich nur so hoch sein, da ich mit meinen 20 Jahren auf noch keine allzu große Basis zurückgreifen kann.

 

Bei meinen Investitionen hat es im Laufe des Jahres ein paar Änderungen gegeben. Es waren aber nur Anpassungen und keine grundlegenden Richtungswechsel. Nach dem Bekanntwerden des Coronavirus im Februar/März stieg neben der Anspannung auf den Aktienmärkten auch die Anzahl der ausstehenden Rückzahlungen auf P2P-Plattformen wie Mintos und Bondora extrem an. Die Rückkaufgarantie schien als ein Begriff vergangener Tage. Bis zum Frühjahr war Mintos in meiner Asset-Verteilung relativ stark mit rund 10 Prozent vertreten. Ab Februar habe ich meine Kredite Stück für Stück mit leichten Rabatten verkauft und bin somit der Ausfallwelle entwischt. Das daraus gewonnene Kapital habe ich teils in ETFs investiert und teils für einen Totalcrash gespart. Ansonsten blieben meine Posten ziemlich konstant. Die Sparpläne wurden hin und wieder angepasst und im Wert erhöht, aber die Branchen blieben gleich. Der Sparerpauschbetrag in Höhe von 801 Euro wurde durch Umschichtungen voll ausgenutzt. Die Kurse beim Crash im März blieben knapp über meinen Schwellen, weswegen mein „Eskalationsplan“ nicht griff und ich „nur“ mit den normalen Sparplänen weiter investierte. Ab einem Abrutschen von -35% bei ausgewählten Indizes wäre ich tätig geworden, es wurden jedoch „nur“ -32%. Das Verhältnis meiner ETFs zu Einzelaktien beträgt mittlerweile 90:10. Wie du in den kommenden Performance-Updates sehen wirst, hatte ich nach 2019 auch in 2020 ein glückliches Jahr.

 

Der Bereich Business kam in 2020 neu dazu. Bereits vor 2-3 Jahren hatte ich großes Interesse am Handeln mit ausgewählten Produkten. Mitte diesen Jahres habe ich das sogenannte „Reselling“ nun wieder gestartet und es hat mich in seinen Bann gezogen 😉 . Es macht mir Spaß, mich neben dem normalen Alltag noch mit dem eigenen kleinen Geschäft auseinander zu setzen. Verhandeln, Buchhaltung führen und verpacken lockert den Tag auf und spornt mich an, eines Tages unabhängig von einem Arbeitgeber zu werden. So lange es neben dem Job und dem Studium zeitlich noch möglich ist, werde ich daran festhalten und wichtige Erfahrungen für eine mögliche, spätere Selbstständigkeit sammeln.

 

Anfang diesen Jahres habe ich meinen Blog neu aufgesetzt und mit dem Veröffentlichen von Beiträgen gestartet. Seit circa einem halben Jahr sind die neuen Artikel weniger geworden und ich habe nur noch die monatlichen Performance-Updates hochgeladen. Gründe dafür sind die fehlende Motivation, fehlende Artikel-Themen und der hohe Zeitaufwand, der hinter einem Artikel steht. Ich habe den Selbstanspruch, nur spannende und lehrreiche Themen zu behandeln. Bei vielen Finanzblogs wird der gleiche Inhalt x-fach durchgekaut und gefühlt jeder Beitrag handelt von dem gleichen Thema. Aus diesen Gründen habe ich mich vorerst eher zurückgezogen und mich auf andere Sachen fokussiert. Ob in 2021 wieder aktivere Zeiten kommen, lasse ich mir offen 🙂

 

Auf privater Seite ist mein duales Studium weiterhin voll im Gange. In 2020 habe ich zwei Praxis- und zwei Theoriesemester abgeschlossen. Die Theoriesemester wurden beide nahezu vollständig online abgewickelt. Mit dem Start des neuen Jahres startet auch schon mein letztes (sechstes) Theoriesemester an der Hochschule. Danach folgt noch die Bachelorarbeit und ab Herbst ist der Spuk auch schon vorbei. Danach darf ich mich Bachelor of Engineering nennen. Davor geht es auf Jobsuche für eine Stelle im Controlling – hoffentlich vermiest mir Corona bis dahin nicht die Suche. Für 2022 ist bis dato ein berufsbegleitender Master geplant, für welchen ich im Laufe des nächsten Jahres auch schon mal nebenbei sparen darf.

 

Der Ausblick für 2021 ist in Teilen vom weiteren Verlauf der Pandemie abhängig. Bis zum Ende meines Studium bleiben die Sparpläne zunächst fest, jedoch variabel in Höhe der Zusatzeinkünfte durch das Reselling. Die Investitionsstrategie wird weiterhin durchgezogen. Sollte nochmal ein Rücksetzer an den Börsen kommen, wird mein Eskalationsplan angewandt. Beim Vermögenswachstum peile ich einen Wert um die 50% an. Ich freue mich auf ein spannendes 2021.

 

 

Aber nun genug erzählt: genieße die freien Tage zwischen den Jahren und schmiede Pläne für dein 2021! Lege dir neue Ziele zurecht und schreibe konkrete Strategien nieder. Sehe immer das Gute in allem und mache dir keine Sorgen um unrelevante Dinge. Orientiere dich nicht an anderen Menschen, sondern gehe deinen eigenen Weg.

Ein gesundes, frohes und erfolgreiches 2021 wünsche ich dir!

 

Seit 26 Monaten an der Börse – 5 Learnings

Vor rund 26 Monaten habe ich das erste Geld auf dem Aktienmarkt investiert. Schnell ist diese Zeit vergangen, doch meine Einstellung zum Investieren hat sich stark geändert und auch gefestigt. Mit diesem Artikel möchte ich ein paar zentrale Learnings weitergeben, über welche ich während dieser Zeit gestolpert bin.

 

#1: JETZT mit dem Investieren beginnen!

Oft redet man sich ein, dass man ruhig noch ein Jahr oder ein paar Monate warten könne und dass gerade die Umstände nicht passen würden. Wegen solchen Gedanken steht man sich selbst im Weg. Langfristig steigt der Gesamtmarkt immer und somit entgeht dir theoretisch jeden Tag, den du noch länger wartest, bares Geld. Wenn du vorhast, wirklich langfristig über 20 oder 30 Jahre Geld anzulegen, dann bereust du am Ende dieser Zeit jedes Jahr, das du noch gewartet hast. Zeit ist einer der bedeutendsten Faktoren bei der Geldanlage – und das beste daran: jedem von uns steht es zur freien Verfügung – vergeude sie nicht!

 

#2: Möglichst wenige Entscheidungen treffen

Zu viele Optionen durchzudenken ist wahres Gift. Konzentriere dich auf ein paar Kernfragen, die du dir stellen musst, wenn du mit dem Investieren beginnst. Bin ich langfristig oder kurzfristig orientiert? Wann möchte ich das Geld entnehmen? Welches Risiko will ich eingehen? Welche Volatilität kann ich verkraften?

Dies sind ein paar Grundsatzfragen, nach welchen du anschließend dein Depot füllen musst. Lege dir nicht zu viele Titel ins Depot, da du dadurch immer zum Handeln angespornt wirst. Lege dich auf wenige Titel bzw. wenige ETFs fest und ziehe diese Strategie durch. Am besten investierst du anschließend mit sehr günstigen Sparplänen, bei welchen du automatisiert investiert und keinerlei Gedanken darüber verlieren musst, wann der beste Zeitpunkt wäre. Wir Menschen haben ein Händchen dafür, zu den schlechtesten Zeitpunkten zu kaufen oder zu verkaufen. Versuche nicht, dir irgendwelche Szenarien auszumalen, da es sowieso anders kommt als du jetzt denkst. Behalte dir nicht zu viel Geld für mögliche Krisen bereit, denn so verschenkst du Rendite, die du bereits heute machen könntest.

 

#3: Nicht auf andere hören

Es ist wichtig, dass du deine eigene Strategie fährst und niemals auf Empfehlung deine Käufe tätigst. Zu Beginn solltest du dir natürlich Rat einholen, damit der Start leichter gelingt und du keine größeren Fehler machst. Informiere dich, denke selbst darüber nach und entscheide anschließend, ob ein Investment zu deiner Strategie passt oder nicht. Du bist selbst für dein Geld verantwortlich und kannst auch niemand anderen dafür belangen, wenn es weniger wird. Durchdenke Trends und wäge ab, ob es für dich ein Zukunftsthema ist. Kopiere nicht die Strategie von anderen, vielleicht erfolgreichen Investoren, ohne selbst darüber nachgedacht zu haben.

 

#4: Nur langfristig investieren

Die kurzfristigen Entwicklungen kann niemand vorhersehen, da sie sogar von Entscheidungen einzelner Personen abhängen können oder eine Krise einen verheerenden Schaden in deinem Depot anrichten kann. Kurzfristig ist alles von deinem Glück abhängig – du kannst deinen Gewinn in keinerlei Weise steuern. Beim langfristigen Investieren hingegen kann es dir egal sein, ob und wie oft eine Krise kommt. Die tiefen Kurse kannst du nutzen, um deinen Durchschnittspreis zu senken.

 

#5: Nicht verkaufen

Wenn du eine Aktie oder einen ETF aus eigener Überzeugung gewählt hast, solltest du eigentlich nur selten an den Punkt kommen, dass du etwas verkaufen möchtest. Dass sich ein Titel nicht so entwickelt wie du es gerne möchtest, ist in vielen Fällen nur von der Zeit abhängig. Ich habe nun schon die Erfahrung gemacht, dass sich ein Wertpapier beispielsweise ein ganzes Jahr gleichbleibend oder gar negativ entwickelt und anschließend in nur vier Wochen 100% macht. In den meisten Fällen liegt es also nur an deiner Geduld, ob du mit dem einen Wertpapier Gewinn machst oder nicht. Wenn du wirklich an das Unternehmen oder den ETF glaubst, dann solltest du treu bleiben und nicht kurzerhand umdisponieren. Möchte man verkaufen, dann wählt man in den meisten Fällen wahrscheinlich dich schlechten Performer. Genau das kann dir bei z.B. zyklischen Aktien aber zum Verhängnis werden. Demnach solltest du besser die Gewinne bei guten Performern mitnehmen, um im Gegenzug bei derzeit schwachen Unternehmen einsteigen zu können.

 

Das sind die fünf wichtigsten Gedanken, die ich einem Neuanfänger ans Herz legen würde. Ich freue mich schon auf die nächsten Jahre, in denen ich gemäß meinen Erfahrungen handeln und meine Strategie durchziehen kann.

Was sind deine Learnings? Teile sie gerne mit uns unten in den Kommentaren 😉

 

Lieber sparen oder doch Sparplan erhöhen?

Die aktuelle Situation ist wirklich mehr als irreführend. In der breiten Industrie werden jetzt langsam erst so richtig die Auswirkungen des LockDowns bemerkbar. Die Halbjahreszahlen wurden vorgelegt und bestätigen die ernüchternde Entwicklung. Die Auftragseingänge sind eingebrochen. Der Abbau von Stellen wurde bereits vielerorts angekündigt verspricht nicht viel Gutes für das kommende Halbjahr. Doch trotzdem ist an den Börsen noch keine Abkühlung zu erkennen – Corona scheint abgehakt. Ganz so einfach ist es aber nicht und man hat trotzdem noch immer so ein mulmiges Gefühl, dass es noch nicht alles gewesen sein kann. Der gesunde Menschenverstand kommt dann doch hin und wieder durch 😉

Doch was bedeutet das für unser Sparverhalten bzw. was sollte man tun, wenn man wieder ein Päckchen übrig hat und dieses gerne platzieren möchte? Sollen wir lieber erstmal sparen für das, was scheinbar noch bevorsteht, damit man dann günstig zugreifen kann? Oder sollte man jetzt seinen Sparplan erhöhen, mit dem Risiko, bei einem richtigen Abschlag kein Geld zum Kaufen mehr zur Verfügung zu haben? Das sind schwierige Fragen, die nun jeder für sich selbst beantworten muss.

Ich habe mich für eine „Hybridvariante“ entschieden, um für beide Szenarien gewappnet zu sein. Statistisch betrachtet sollte man immer sofort dann kaufen, wenn man Geld zur Verfügung hat, weil man so langfristig am besten wegkommt. Dem komme ich nach, indem ich meine Sparpläne moderat erhöhe.

Auf der anderen Seite könnten aber die entgangenen Gewinne, welche man aufgrund Nichtinvestitionen in Krisenzeiten hätte, bedeutend größer sein. Aus diesem Grund halte ich mir stets eine stille Reserve. Sollte nochmal ein Abschwung >35% (bei von mir ausgewählten Indizes) kommen, würde mein „Eskalationsplan“ greifen. Nach dem starken Abfall im März wurde diese Marke knapp nicht erreicht und demnach wurden auch keine Sonderinvestitionen getätigt. Um ehrlich zu sein, würde ich mich sogar freuen, wenn wir die schwache Wirtschaft nun bald auch endlich in den Kursen wiedersehen könnten.

 

Günstigste Broker für 50€ ETF-Sparplan

Als junger Auszubildender oder Student sind meist noch keine großen Sparbeträge möglich. Trotzdem möchte man schon frühestmöglich mit der eigenen Geldanlage starten und fürs Alter vorsorgen. Das ist – wie schon oftmals erwähnt – am besten mit ETF-Sparplänen möglich. Diese werden meist monatlich ausgeführt. In einem früheren Artikel habe ich bereits die Gebühren der Broker bei einem 25€ Sparplan verglichen. In diesem Artikel schauen wir uns nun das Angebot für einen 50€ Sparplan an:

 

#13 1822direkt         

Bei der 1822direkt* wird auf eine volumenunabhängige Gebührenplatzierung gesetzt (pro Ausführung 2,95€). Es fällt keine Depotgebühr an. Die Auswahl an ETFs ist mit 833 Stück sehr umfangreich. Eine Sparplanausführung ist zweimonatlich, monatlich, quartalsweise, halbjährlich und jährlich möglich.

Kosten für 50€ Sparplan: 2,95€ oder 5,9%

 

 

#12 Flatex         

Bei flatex* wird auf eine Mischung aus volumenunabhängiger und volumenabhängiger Gebührenplatzierung gesetzt (pro Ausführung 1,50€ + ATC ~0,2%). Pro Jahr werden 0,1% an Depotgebühr fällig. Die Auswahl an ETFs ist mit 1044 Stück am größten von allen analysierten Brokern. Eine Sparplanausführung ist monatlich, quartalsweise, halbjährlich und jährlich möglich.

Kosten für 50€ Sparplan: 1,60€ oder 3,2%

 

 

#11 DKB           

Bei der DKB* wird auf eine volumenunabhängige Gebührenplatzierung gesetzt (pro Ausführung 1,50€). Es fällt keine Depotgebühr an. Die Auswahl an ETFs ist mit 829 Stück sehr umfangreich. Eine Sparplanausführung ist zweimonatlich, monatlich und quartalsweise möglich.

Kosten für 50€ Sparplan: 1,50€ oder 3,0%

 

 

#10 Targobank         

Bei der Targobank wird auf eine volumenabhängige Gebührenplatzierung gesetzt (pro Ausführung 2,5% des Anlagebetrags; min. 1,50€). Es fällt keine Depotgebühr an. Die Auswahl an ETFs ist mit 90 Stück sehr klein. Eine Sparplanausführung ist zweimonatlich, monatlich, quartalsweise, halbjährlich und jährlich möglich.

Kosten für 50€ Sparplan: 1,25€ oder 2,5%

 

 

#9   S Broker       

Beim S Broker wird auf eine volumenabhängige Gebührenplatzierung gesetzt (pro Ausführung 2,5% des Anlagebetrags). Es fällt keine Depotgebühr an. Die Auswahl an ETFs ist mit 556 Stück sehr umfangreich. Eine Sparplanausführung ist zweimonatlich, monatlich, quartalsweise, halbjährlich und jährlich möglich.

Kosten für 50€ Sparplan: 1,25€ oder 2,5%

 

 

#8   onVista       

Bei der onVista* wird auf eine volumenunabhängige Gebührenplatzierung gesetzt (pro Ausführung 1€). Es fällt keine Depotgebühr an. Die Auswahl an ETFs ist mit 138 Stück begrenzt. Eine Sparplanausführung ist monatlich und quartalsweise möglich.

Kosten für 50€ Sparplan: 1,00€ oder 2,0%

 

 

#7   Postbank         

Die Standardkonditionen der Postbank für ETF Sparpläne betragen 0,90 Euro pro Ausführung – es wird keine Depot-Gebühr erhoben. Die Auswahl an ETFs ist mit 100 Stück recht überschaubar. Eine Sparplanausführung ist zweimonatlich, monatlich und quartalsweise möglich.

Kosten für 50€ Sparplan: 0,90€ oder 1,8%

 

 

#6   ING       

Bei der ING wird auf eine volumenabhängige Gebührenplatzierung gesetzt (pro Ausführung 1,75% des Anlagebetrags). Es fallen keine Depotgebühren an. Die Auswahl an ETFs ist mit 697 Stück sehr umfangreich. Eine Sparplanausführung ist zweimonatlich, monatlich und quartalsweise möglich.

Kosten für 50€ Sparplan: 0,88€ oder 1,75%

 

 

#5   Smartbroker     

Beim Smartbroker* wird auf eine volumenabhängige Gebührenplatzierung gesetzt (pro Ausführung 0,2% des Anlagebetrags oder mindestens 0,80€). Solange der Geldbestand 15% des Depotwerts nicht überschreitet, ist das Depot kostenlos. Die Auswahl an ETFs ist mit 560 Stück sehr umfangreich. Eine Sparplanausführung ist zweimonatlich, monatlich, quartalsweise und halbjährlich möglich.

Kosten für 50€ Sparplan: 0,80€ oder 1,6%

 

#4 Consorsbank     

Bei der Consorsbank* wird auf eine volumenabhängige Gebührenplatzierung gesetzt (pro Ausführung 1,5% des Anlagebetrags). Bei regelmäßigem Sparen gibt es keine Depotgebühr. Die Auswahl an ETFs ist mit 553 Stück sehr umfangreich. Eine Sparplanausführung ist zweimonatlich, monatlich, quartalsweise und halbjährlich möglich.

Kosten für 50€ Sparplan: 0,75€ oder 1,5%

 

#3 Comdirect       

Bei der Comdirect* wird auf eine volumenabhängige Gebührenplatzierung gesetzt (pro Ausführung 1,5% des Anlagebetrags). Bei regelmäßigem Sparen gibt es keine Depotgebühr. Die Auswahl an ETFs ist mit 608 Stück sehr umfangreich. Eine Sparplanausführung ist zweimonatlich, monatlich und quartalsweise möglich.

Kosten für 50€ Sparplan: 0,75€ oder 1,5%

 

#2 Finvesto       

Finvesto ist eher bekannt für die Anlage der Vermögenswirksamen Leistungen. Man kann jedoch auch „ganz normal“ ETF-Sparpläne erstellen. Bei Finvesto wird auf eine volumenabhängige Gebührenplatzierung gesetzt (pro Ausführung 0,2% des Anlagebetrags). Es wird eine Depotgebühr von 15€ bzw. bei mehreren Positionen 30€ pro Jahr angesetzt. Die Auswahl an ETFs ist mit 900 Stück erstklassig. Eine Sparplanausführung ist monatlich, quartalweise, halbjährlich und jährlich möglich. Besonderheit: ETF Sparplan bereits ab 10€ möglich!

Kosten für 50€ Sparplan: 0,10€ oder 0,2%

 

#1 Trade Republic     

Bei Trade Republic* sind ETF-Sparpläne komplett kostenfrei. Es fallen auch keine Depotgebühren an. Die Auswahl an ETFs ist mit 323 Stück durchschnittlich. Eine Sparplanausführung ist zweimonatlich, monatlich und quartalsweise möglich.

Kosten für 50€ Sparplan: 0€ oder 0%

 

 

Es ist noch wichtig anzumerken, dass viele Broker Aktions-ETFs anbieten, deren Besparung kostenlos ist. Da diese Angebote aber über einen längeren Zeitraum nicht garantiert sind, wurden sie in diese Betrachtung nicht miteinbezogen.

Als Fazit lässt sich anbringen, dass man vor allem bei kleinen Summen bei Trade Republic,  comdirect, Consorsbank oder dem Smartbroker am besten aufgehoben ist.

Die Angebote der 1822direkt, DKB, Targobank und von Flatex sollten hingegen gemieden werden.

 

Gebühren je Broker bei einem monatlichen 50€ ETF-Sparplan (akkumuliert, nach 10 Jahren bei 7% p.a.):

Trade Republic:                0,00€

Finvesto:                             17,41€

Comdirect:                      130,57€

Consorsbank:                130,57€

Smartbroker:                 139,28€

ING:                                    153,20€

Postbank:                        156,69€

onVista:                            174,09€

S Broker:                           217,62€

Targobank:                      217,62€

DKB:                                    261,14€

flatex:                                278,55€

1822direkt:                       513,58€

 

Du könntest nach 10 Jahren also 513,58€ mehr in deinem Depot finden, wenn du heute bei Trade Republic, statt bei der 1822direkt einen monatlichen 50€ Sparplan erstellst.

Lange Reisen und Staus zur Weiterbildung nutzen

Wie oft haben wir schon unsere Zeit von Staus „stehlen“ lassen? Wie oft hat man sich schon über das Radioprogramm bei langen Reisen aufgeregt? Wieso nicht einfach diese Zeit sinnvoll nutzen und sich weiterbilden?

Da ich einen ziemlich langen Weg zur Arbeit und zur Hochschule habe, geht sehr viel wertvolle Zeit des Tages verloren, welche man auf den ersten Blick nicht anders verwerten kann. Wenn dann noch ein Stau hinzukommt, ist der Ärger noch viel größer. Man hat das Gefühl, dass man diese Zeit absolut „tot“ sitzt. Bei mir beispielsweise sind es täglich 2×45 Minuten. Bei einer 5-Tage-Woche sind das also 7,5 Stunden, welche man weder bezahlt wird, noch für sich selbst nutzen kann. Ein ganzer Arbeitstag geht also zusätzlich flöten.

Zu Beginn hatte ich mir vorgenommen, täglich abends noch eine halbe Stunde zu lesen. Im Alltagsstress (und da spreche ich bestimmt für sehr viele Leser) nimmt man den Weg des geringsten Widerstands und das Lesen wird schon nach ein paar Tagen zur Nebensache. Das war aber nun auch nicht das Gelbe vom Ei und somit versuchte ich, meine täglichen Fahrzeiten für das „Lesen“ zu nutzen.

In diesem Kontext habe ich mich stärker mit AUDIBLE* beschäftigt. Audible ist ein Anbieter für kommerzielle Hörbuch-Downloads. Es gibt dort Hörbücher aus allen verschiedenen Themenrichtungen – selbstverständlich auch aus den Bereichen Frugalismus, Aktien, P2P und Immobilien. Hier sollte also für jeden das Richtige dabei sein. Als Neukunde kann man sogar ein kostenloses 30-tätiges Probeabo abschließen, bei welchem du direkt ein Gratis-Guthaben (für ein Buch deiner Wahl) bekommst. Falls dir das Angebot nicht zusagt, kannst du das Probe-Abo im ersten Monat einfach wieder kündigen. Mittlerweile kaufe ich meine Bücher größtenteils nur noch bei Audible, da ich so meine Zeit zuhause anderweitig nutzen kann.

 

Die meisten Hörbücher haben eine Länge zwischen 5 und 10 Stunden – bezogen auf meinen Arbeitsweg könnte ich also jede Woche ein ganzes Buch durchhören. Würde man das beim „normalen“ Lesen nach Feierabend schaffen? – wohl eher nicht. Auf diese Weise kann man sich praktisch und kostengünstig nebenbei neues Wissen aneignen.

Wenn du keine Lust auf Hörbücher hast und dich trotzdem weiterbilden möchtest, kannst du auch einen günstigen Online-Kurs von zuhause aus absolvieren. In einem früheren Artikel habe ich beschrieben, welche Plattform sich am besten dafür eignet.

Was dich 1,5% Gebühren bei ETF-Sparplänen langfristig wirklich kosten

Ja ich weiß: die Gebühren sind bei Sparplänen nicht kriegsentscheidend. Es ist viel wichtiger, dass du frühzeitig damit beginnst, damit dein Geld für dich arbeiten kann. Jeder investierte Euro bringt dich weiter und macht dich somit „freier“.

Trotzdem sollten wir immer auch ein Auge auf die kontinuierlich anfallenden Gebühren haben, denn diese schmälern am Ende unsere Rendite. Es ist also wichtig, dass du diese auf dem Schirm hast und bei deiner Brokerauswahl berücksichtigst. Grundsätzlich gibt es bei Sparplänen zwei Möglichkeiten für die Gebührenerhebung: entweder sie fallen als fixer Betrag pro Ausführung an oder sie berechnen sich prozentual am Anlagebetrag. Einige Broker, darunter auch die comdirect und die Consorsbank, verlangen 1,5% vom Anlagebetrag. Da diese beiden Banken einen großen Kundenstamm haben, möchte ich in diesem Artikel konkret auf dieses Gebühren-Szenario eingehen.

In einem ersten Diagramm zeige ich die langfristigen Kostenentwicklungen (5-40 Jahre) bei einem monatlichen Sparplan (1,5% Gebühren) mit Sparraten von 100€ bis zu 1.600€ bei einer durchschnittlichen Rendite von 7% jährlich.

 

 

Dazu die entsprechenden Daten:

 

Diese Zahlen alleine verdeutlichen aber noch nicht, welch enormen Unterschiede in den Einbußen auftreten können. Um dies an einem Beispiel zu verdeutlichen, stelle ich nun die Gebühren von einem Broker mit 1,5% (z.B. comdirect) mit denen von z.B. onVista (volumenunabhängig 1€ pro Sparplanauführung) bei einem kontinuierlichen, monatlichen Sparplan von 1.000€ gegenüber.

 

 

Bei diesem Szenario ist anzumerken, dass dies nur gültig ist, wenn man jeweils nur einen Sparplan mit einer Summe von 1.000€ erstellt (und nicht beliebig viele Sparpläne mit jeweils Teilsummen). Konkret bedeutet dies für den Fall von 1.000€ monatlich: erst wenn man diese 1.000€ auf >15 einzelne Sparpläne aufteilt, fährt man bei z.B. der comdirect (1,5%) besser als z.B. bei onVista (1€).

Da eine solche Aufteilung aber selten gemacht wird und nicht wirklich zielführend ist, ist man bei größeren Summen bei volumenunabhängigen Gebühren (z.B. onVista, Smartbroker, Postbank) immer besser aufgehoben.