Mein persönlicher Jahresrückblick 2020

Finanzen, Investitionen, Business, Blog und Studium & Beruf

 

2020 – ein Jahr mit vielen Facetten.

Heute möchte ich einen persönlichen Jahresrückblick wagen, in welchem ich mein 2020 Revue passieren lasse. Meine endgültige Portfolio-Performance für den Dezember, das vierte Quartal und das gesamte Jahr 2020 werde ich Anfang Januar veröffentlichen.

Um meinen Jahresrückblick besser zu gliedern, habe ich meine Gedanken in Finanzen, Investitionen, Business, Blog, Studium & Beruf  und Ausblick auf 2021 eingeteilt.

 

 

Im Bereich der persönlichen Finanzen hat sich dieses Jahr wieder mal einiges getan. Die Ausgaben haben „dank“ Corona neue Tiefpunkte erreicht. Reduzierte Sprit-, Werkstatt-, Essens-, Urlaubs- und Freizeitausgaben haben ordentlich zu einem jeweils monatlichen Überschuss beigetragen. Die Gehaltserhöhung im Rahmen meines dualen Studiums wird ebenfalls zu 100% investiert. Die Spar- und Investitionsquote konnte dadurch noch weiter erhöht werden. In monatlichen Updates dokumentiere ich meine aktuelle Vermögensaufstellung unter Einbeziehung aller Assets. Da ich meine Investitionen alle wie geplant tätigen konnte, keine unvorhergesehenen großen Ausgaben fällig wurden und der Kapitalmarkt nach dem Rücksetzer im Frühjahr wieder nur eine Richtung kannte, ergibt sich zwischen Abschluss 2019 und dem (voraussichtlichen) Abschluss 2020 ein Wachstum von 90 – 100%. Dieser Wert kann natürlich nur so hoch sein, da ich mit meinen 20 Jahren auf noch keine allzu große Basis zurückgreifen kann.

 

Bei meinen Investitionen hat es im Laufe des Jahres ein paar Änderungen gegeben. Es waren aber nur Anpassungen und keine grundlegenden Richtungswechsel. Nach dem Bekanntwerden des Coronavirus im Februar/März stieg neben der Anspannung auf den Aktienmärkten auch die Anzahl der ausstehenden Rückzahlungen auf P2P-Plattformen wie Mintos und Bondora extrem an. Die Rückkaufgarantie schien als ein Begriff vergangener Tage. Bis zum Frühjahr war Mintos in meiner Asset-Verteilung relativ stark mit rund 10 Prozent vertreten. Ab Februar habe ich meine Kredite Stück für Stück mit leichten Rabatten verkauft und bin somit der Ausfallwelle entwischt. Das daraus gewonnene Kapital habe ich teils in ETFs investiert und teils für einen Totalcrash gespart. Ansonsten blieben meine Posten ziemlich konstant. Die Sparpläne wurden hin und wieder angepasst und im Wert erhöht, aber die Branchen blieben gleich. Der Sparerpauschbetrag in Höhe von 801 Euro wurde durch Umschichtungen voll ausgenutzt. Die Kurse beim Crash im März blieben knapp über meinen Schwellen, weswegen mein „Eskalationsplan“ nicht griff und ich „nur“ mit den normalen Sparplänen weiter investierte. Ab einem Abrutschen von -35% bei ausgewählten Indizes wäre ich tätig geworden, es wurden jedoch „nur“ -32%. Das Verhältnis meiner ETFs zu Einzelaktien beträgt mittlerweile 90:10. Wie du in den kommenden Performance-Updates sehen wirst, hatte ich nach 2019 auch in 2020 ein glückliches Jahr.

 

Der Bereich Business kam in 2020 neu dazu. Bereits vor 2-3 Jahren hatte ich großes Interesse am Handeln mit ausgewählten Produkten. Mitte diesen Jahres habe ich das sogenannte „Reselling“ nun wieder gestartet und es hat mich in seinen Bann gezogen 😉 . Es macht mir Spaß, mich neben dem normalen Alltag noch mit dem eigenen kleinen Geschäft auseinander zu setzen. Verhandeln, Buchhaltung führen und verpacken lockert den Tag auf und spornt mich an, eines Tages unabhängig von einem Arbeitgeber zu werden. So lange es neben dem Job und dem Studium zeitlich noch möglich ist, werde ich daran festhalten und wichtige Erfahrungen für eine mögliche, spätere Selbstständigkeit sammeln.

 

Anfang diesen Jahres habe ich meinen Blog neu aufgesetzt und mit dem Veröffentlichen von Beiträgen gestartet. Seit circa einem halben Jahr sind die neuen Artikel weniger geworden und ich habe nur noch die monatlichen Performance-Updates hochgeladen. Gründe dafür sind die fehlende Motivation, fehlende Artikel-Themen und der hohe Zeitaufwand, der hinter einem Artikel steht. Ich habe den Selbstanspruch, nur spannende und lehrreiche Themen zu behandeln. Bei vielen Finanzblogs wird der gleiche Inhalt x-fach durchgekaut und gefühlt jeder Beitrag handelt von dem gleichen Thema. Aus diesen Gründen habe ich mich vorerst eher zurückgezogen und mich auf andere Sachen fokussiert. Ob in 2021 wieder aktivere Zeiten kommen, lasse ich mir offen 🙂

 

Auf privater Seite ist mein duales Studium weiterhin voll im Gange. In 2020 habe ich zwei Praxis- und zwei Theoriesemester abgeschlossen. Die Theoriesemester wurden beide nahezu vollständig online abgewickelt. Mit dem Start des neuen Jahres startet auch schon mein letztes (sechstes) Theoriesemester an der Hochschule. Danach folgt noch die Bachelorarbeit und ab Herbst ist der Spuk auch schon vorbei. Danach darf ich mich Bachelor of Engineering nennen. Davor geht es auf Jobsuche für eine Stelle im Controlling – hoffentlich vermiest mir Corona bis dahin nicht die Suche. Für 2022 ist bis dato ein berufsbegleitender Master geplant, für welchen ich im Laufe des nächsten Jahres auch schon mal nebenbei sparen darf.

 

Der Ausblick für 2021 ist in Teilen vom weiteren Verlauf der Pandemie abhängig. Bis zum Ende meines Studium bleiben die Sparpläne zunächst fest, jedoch variabel in Höhe der Zusatzeinkünfte durch das Reselling. Die Investitionsstrategie wird weiterhin durchgezogen. Sollte nochmal ein Rücksetzer an den Börsen kommen, wird mein Eskalationsplan angewandt. Beim Vermögenswachstum peile ich einen Wert um die 50% an. Ich freue mich auf ein spannendes 2021.

 

 

Aber nun genug erzählt: genieße die freien Tage zwischen den Jahren und schmiede Pläne für dein 2021! Lege dir neue Ziele zurecht und schreibe konkrete Strategien nieder. Sehe immer das Gute in allem und mache dir keine Sorgen um unrelevante Dinge. Orientiere dich nicht an anderen Menschen, sondern gehe deinen eigenen Weg.

Ein gesundes, frohes und erfolgreiches 2021 wünsche ich dir!

 

Autor: Jonas Rosenberger

Jonas Rosenberger ist 2000 in Passau geboren. Er besuchte das Gymnasium Untergriesbach und begann anschließend sein duales Studium in Wirtschaftsingenieurwesen an der DHBW Mannheim. Seit 2018 beschäftigt er sich mit dem Aktienmarkt und schreibt regelmäßig Artikel zu Finanzthemen und dem Frugalismus.

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