Lieber sparen oder doch Sparplan erhöhen?

Die Frage, die momentan viele beschäftigt

Die aktuelle Situation ist wirklich mehr als irreführend. In der breiten Industrie werden jetzt langsam erst so richtig die Auswirkungen des LockDowns bemerkbar. Die Halbjahreszahlen wurden vorgelegt und bestätigen die ernüchternde Entwicklung. Die Auftragseingänge sind eingebrochen. Der Abbau von Stellen wurde bereits vielerorts angekündigt verspricht nicht viel Gutes für das kommende Halbjahr. Doch trotzdem ist an den Börsen noch keine Abkühlung zu erkennen – Corona scheint abgehakt. Ganz so einfach ist es aber nicht und man hat trotzdem noch immer so ein mulmiges Gefühl, dass es noch nicht alles gewesen sein kann. Der gesunde Menschenverstand kommt dann doch hin und wieder durch 😉

Doch was bedeutet das für unser Sparverhalten bzw. was sollte man tun, wenn man wieder ein Päckchen übrig hat und dieses gerne platzieren möchte? Sollen wir lieber erstmal sparen für das, was scheinbar noch bevorsteht, damit man dann günstig zugreifen kann? Oder sollte man jetzt seinen Sparplan erhöhen, mit dem Risiko, bei einem richtigen Abschlag kein Geld zum Kaufen mehr zur Verfügung zu haben? Das sind schwierige Fragen, die nun jeder für sich selbst beantworten muss.

Ich habe mich für eine „Hybridvariante“ entschieden, um für beide Szenarien gewappnet zu sein. Statistisch betrachtet sollte man immer sofort dann kaufen, wenn man Geld zur Verfügung hat, weil man so langfristig am besten wegkommt. Dem komme ich nach, indem ich meine Sparpläne moderat erhöhe.

Auf der anderen Seite könnten aber die entgangenen Gewinne, welche man aufgrund Nichtinvestitionen in Krisenzeiten hätte, bedeutend größer sein. Aus diesem Grund halte ich mir stets eine stille Reserve. Sollte nochmal ein Abschwung >35% (bei von mir ausgewählten Indizes) kommen, würde mein „Eskalationsplan“ greifen. Nach dem starken Abfall im März wurde diese Marke knapp nicht erreicht und demnach wurden auch keine Sonderinvestitionen getätigt. Um ehrlich zu sein, würde ich mich sogar freuen, wenn wir die schwache Wirtschaft nun bald auch endlich in den Kursen wiedersehen könnten.

 

Autor: Jonas Rosenberger

Jonas Rosenberger ist 2000 in Passau geboren. Er besuchte das Gymnasium Untergriesbach und begann anschließend sein duales Studium in Wirtschaftsingenieurwesen an der DHBW Mannheim. Seit 2018 beschäftigt er sich mit dem Aktienmarkt und schreibt regelmäßig Artikel zu Finanzthemen und dem Frugalismus.

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