Was ich 2019 an der Börse gelernt habe

Aus Fehlern lernen, um die eigene langfristige Strategie bestmöglich anzupassen

2019 war mein erstes ganzes Jahr auf dem Finanzmarkt. Wie meine Rendite am Ende aussah, habe ich bereits in einem Performance-Beitrag geteilt.

Man kann demnach also ziemlich zufrieden mit dem abgeschlossenen Jahr sein – was ich natürlich auch bin. Man kann in dem Beitrag aber auch erkennen, dass es nicht immer nur in eine Richtung ging.

Habe im Oktober 2018 mit den ersten ETF-Sparplänen und im April 2019 mit Einzelaktien begonnen.

Den Sparplänen blieb ich seitdem immer treu und habe nur manchmal die Summen umverteilt. Die Anzahl der zu besparenden ETFs hat sich dabei von ca. 15 auf 4 verringert. Das war der Tatsache geschuldet, dass onVista im Jahresverlauf Gebühren von 1€ pro Sparplanausführung eingeführt hat. Nachdem ich jetzt die monatlichen Summen konzentriert habe, ist für mich onVista weiterhin um Welten der günstigste Broker. Die Sparsumme wird per Dauerauftrag aufs Depot überwiesen und von dort wird per automatischem Sparplan investiert. Habe also keinerlei Aufwand.

Im Frühjahr wollte ich mich dann an Einzelaktien heran trauen und verschlang täglich viele Börsennachrichten. Aus dieser Lust heraus begann ich mir ein paar Aktien ins Depot zu legen, ohne eine wirkliche Strategie zu haben. Hatte mir auch keinerlei Ausstiegszeitpunkte festgelegt. In diesem Wahn verkaufte und kaufte ich Aktien, hatte mal Verluste, mal Gewinn. Letztendlich haben die Transaktionsgebühren jeglichen Gewinn verpuffen lassen. Seit einem halben Jahr habe ich mich nun auf eine Hand voll Einzelaktien festgelegt, welche ich einmalig eingekauft habe. Werde diese auch in Zukunft nicht mehr nachkaufen. Einzelaktien sind in jedem Falle spekulativ und sollen mit Sorgfalt ausgewählt werden, falls man sie denn langfristig halten möchte – gemäß dem Motto: weniger ist mehr. Dividendentitel waren und sind für mich nach wie vor keine Option.

 

 

Fazit: Emotionen kosten Geld! Meiner Meinung nach muss jeder seine Erfahrungen machen und auch Lehrgeld bezahlen, wenn man sich auf diesem Gebiet bewegt. Wichtig ist, dass man aus den Fehlern lernt und seine Strategie gegebenenfalls anpasst. Wenn man mit den Titeln im Depot nachts gut schlafen kann und man den Tag auch ohne Kurs-Check überlebt, dann hat man alles richtig gemacht. Es gibt nichts schlimmeres, wie wenn man die ganze Zeit seine Käufe und Verkäufe in Frage stellt. Das nagt nämlich immens an der Lebensqualität. Am besten ist es, wenn man sich überhaupt nicht mit dem Tagesgeschäft auseinandersetzt und maximal einmal pro Monat ins Depot schaut.

 

 

Wenn man sich nämlich emotional unter Kontrolle hat, dann kommen die Gewinne von ganz alleine. So ist es auch bei Börsennachrichten: jegliche Meldungen und Börsenpornografie meiden! Einfach ignorieren, denn du bist selbst dein bester Lehrer.

Wenn ich bedenke, wo ich mit meinem Wissen und den Erfahrungen vor einem Jahr stand, so bin ich überaus zufrieden mit meinem 2019. Dieses Jahr wird sich mit Sicherheit auch auf die zukünftigen Jahre positiv auswirken.

Autor: Jonas Rosenberger

Jonas Rosenberger ist 2000 in Passau geboren. Er besuchte das Gymnasium Untergriesbach und begann anschließend sein duales Studium in Wirtschaftsingenieurwesen an der DHBW Mannheim. Seit 2018 beschäftigt er sich mit dem Aktienmarkt und schreibt regelmäßig Artikel zu Finanzthemen und dem Frugalismus.

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