Wie viel sollte man monatlich ausgeben, sparen und investieren?


Am gestrigen Samstag, den 04.05.2019, erschien auf meinem Kanal ein neues Video zum o.g. Thema. Da sich diese Frage bestimmt schon viele meiner Zuschauer und Leser gefragt haben, möchte ich dieses Frage nun ein bisschen strukturieren. Viel Spaß beim Lesen!


Grundsätzlich gilt immer: je mehr, desto besser - damit ist die Frage aber leider noch nicht beantwortet. Am Anfang ist es sehr wertvoll, sich einmal die kompletten monatlichen Kosten und Einnahmen zu notieren - eventuell auch mit Hilfe eines Haushaltsbuches. Hier kann man nämlich sehr detailgenau die monatlichen Fixkosten und sonstige Ausgaben mit den Einnahmen gegenrechnen. Zu den monatlichen Fixkosten gehören Punkte wie Miete, Versicherungen, Kredittilgungen, Spritkosten, Lebensmittel und sonstige Konsumausgaben. Auf die Seite der Einnahmen kommen Gehälter, Zinseinnahmen, Mieteinnahmen und sonstige Kapitaleinkünfte. 

Hier sollte dann unterm Strich ein Saldo auf Seite der Ausgaben stehen. Das ist nämlich die Summe, welche man monatlich zum Sparen verkraften könnte. Es ist aber auch wichtig, dass man sich mit dieser Sparsumme nicht einschränkt und es einem trotzdem wohl ist. Wie ich in einem anderen Video schon einmal angesprochen habe, sollten dabei unterm Strich mindestens 10 Prozent rauskommen. Alles darunter kann man nicht als einen aktiven Vermögensaufbau bezeichnen. Sinnvoll wäre ein Prozentsatz von 20 bis 30 Prozent. Eine Sparquote von über 30 Prozent wäre hierbei natürlich super und würden dem langfristigen Vermögensaufbau extrem gut tun. Bei mir beträgt die monatliche Sparquote derzeit 75 Prozent. Dies ist natürlich ein sehr hoher Wert, wenn nicht sogar übertrieben. Ich habe mir zu Beginn meine monatlichen Kosten aufgestellt und anschließend konstant meinen Konsum reduziert . 

Bekomme ja aus meinem dualen Studium bereits ein festes Gehalt, dazu kommen noch weitere kleine Nebeneinkünfte sowie ein Minijobgehalt. Langfristig wird es schwer sein, diese Sparquote so hoch halten zu können. Hier kann es sehr hilfreich sein, wenn man nach dem Studium beispielsweise den Lebensstandard beibehält, sodass sich ein großes Delta zum monatlichen Gehalt ergibt . Es sollte aber nicht das Ziel sein, dich zu so einer hohen Sparrate zu motivieren. Es sollte dir immer wohl dabei sein und dich nicht zu sehr einschränken.

Ein großer Kostenpunkt ist beispielsweise auch die Miete. Falls du also noch zu Hause wohnen solltest und bereits Geld verdienst, sollte deine Sparquote mindestens 30 Prozent betragen. 

Ist man sich also nun im Klaren darüber, was man monatlich unter dem Strich noch zur Verfügung hat, kann man sich darüber Gedanken machen, für welche Zwecke man dieses Geld benutzt. Wir haben uns bisher angeschaut, wie viel man ausgeben beziehungsweise sparen sollte - nun geht es ans Investieren. Zuerst solltest du deine Schulden abbauen, falls vorhanden. Konsumkredite sollen auf jeden Fall so schnell wie möglich abbezahlt werden. Anschließend erfolgt der Aufbau eines Notfallpuffers, gefolgt von der Zusammenstellung des eigenen Portfolios. Hier sollte man sich gut informieren, beispielsweise auch auf Youtube. Im Anschluss muss man dieses Portfolio noch mit Leben füllen, d.h. die gewünschten Werte - wenn möglich monatlich - mit Hilfe eines Sparplans kaufen. In einem früheren Video bin ich auf diesen Punkt nochmal genauer eingegangen. 


Es freut mich sehr, wenn du bis hierhin durchgehalten hast und hoffentlich sieht man sich bei einem nächsten Artikel oder Video wieder! Ein schöner Tag sei gewünscht, nehmt das Leben nicht so hart und arbeitet nicht nur wegen des Geldes - dafür ist unsere Zeit viel zu schade!

Mit grandiosen Grüßen

Jonas Rosenberger