5 Schritte zum passiven Investieren


Am heutigen Samstag, den 11.05.2019, geht es mal um die Unterschiede zwischen dem aktiven und passiven Investieren und welche 5 Schritte man beachten sollte, wenn man mit dem passiven Investieren beginnen möchte. Viel Spaß beim Lesen!


Der wahrscheinlich größte Unterschied zum aktiven Investieren ist, dass man sich nicht aktiv mit der Suche nach den passenden Wertpapieren beschäftigen muss. Hier kauft oft einen Index und diese bilden einen gesamten Markt, wenn nicht sogar gleich die komplette Weltwirtschaft ab. Das spart sehr viel Zeit, da man sich nicht in die Kennzahlen einzelner Unternehmen einlesen muss und auch meist nur Einmalentscheidungen treffen muss. Steht einmal fest, welche ETFs oder Fonds in das Portfolio mit aufgenommen werden, so werden diese über viele Jahre hinweg bespart und man muss sich nicht aktiv um die Aussortieren oder um das Finden neuer Werte kümmern. Des Weiteren stellt das passive Investieren auch noch einen Steuervorteil dar, da man mit der Buy & Hold Strategie erst sehr viel später die Steuern an den Staat abgeben muss und so das Geld länger für einen arbeiten kann. Wenn man dann nach Jahren oder vielleicht sogar Jahrzehnten an sein Geld möchte, wäre hier von sehr großem Vorteil, wenn man sich die komplette Summe nicht auf einmal auszahlen lässt, sondern stattdessen in regelmäßigen Abständen kleinere Summen dem Portfolio entnimmt und somit weitere Steuern spart. Ein weiterer Vorteil ist, dass kein perfektes Timing notwendig ist. Selbstverständlich spielt der Einkaufswert eine sehr große Rolle, doch bei einem längeren Anlagehorizont spielt dieser eine immer kleiner werdende Rolle. Vor allem wenn man vor hat, regelmäßig, vielleicht sogar monatlich, einzuzahlen. Die niedrigen Kosten sind in jedem Fall auch erwähnenswert, da diese beim passiven langfristigen Investieren nicht wirklich ins Gewicht fallen. Hingegen beim aktiven Investieren können durch das häufige Umschichten hohe Gebühren anfallen. Ein wichtiger Vorteil ist hier auch noch die sehr hohe Risikostreuung, Stichwort Diversifikation.

Kommen wir nun zu den 5 Schritten, welche eingehalten werden sollten, um erfolgreich passiv zu investieren. Der erste Schritt befasst sich mit der eigenen Entscheidung, ob man sich nun kurz- oder langfristig orientieren möchte. Man sollte für sich selbst entscheiden, ob man nun eine aktive oder eine passive Anlagemethode bevorzugt. Egal wie man sich entscheidet, man sollte auf jeden Fall bei seiner Entscheidung bleiben und danach nicht mehr umschichten. Denn dann könnten weitere hohe Gebühren anfallen und man setzt sich zugleich der Gefahr aus, riskanten und kurzlebigen Trends zu folgen. 

Im zweiten Punkt geht es darum, seine Risikotragfähigkeit richtig einzuschätzen. Je nach Lebenslage und Alter unterscheidet sich diese bei jedem Anleger. Diese sollte gut durchdacht und langfristig festgelegt werden. Hierbei ist zu beachten, dass in Krisenzeiten oft die Volatilität des Marktes unterschätzt wird, hingegen in Boomzeiten der Markt überschätzt wird. Man sollte in jedem Falle bei seiner Strategie bleiben und keine Panikreaktionen vollziehen. Die Auswirkungen wurden ja im Jahre 2008 bei der Wirtschaftskrise gut sichtbar. 

Nachdem man also seine eigene Risikotragfähigkeit festgelegt hat, geht es nun darum, seine Asset Klassen auszuwählen. Man sollte also gemäß seiner Risikobereitschaft die verschiedenen Anlageklassen festlegen. Je nachdem sollte man dann sein verfügbares Kapital in einen risikofreien und in einen risikobehafteten Teil aufspalten. Zum risikofreien Teil gehören Anlageklassen wie beispielsweise deutsche Anleihen, das Sparbuch oder das Tagesgeldkonto. Zum risikobehafteten Teil gehören Investments wie Aktien,Immobilien oder auch P2P Kredite. 

Anschließend sollte dieses Portfolio dann noch mit Leben gefüllt werden. Das kann beispielsweise mit dem Kauf von langfristigen ETFs erfolgen. Hierbei kann man dann für sich selber nochmal entscheiden, in welche Indizes, Gebiete oder Branchen man investieren möchte. Mit dem Kauf des MSCI World kann man beispielsweise die gesamte weltweite Industriewirtschaft abdecken.  

Hat man diese Schritte bisher beachtet, ist das Geld schon erfolgreich angelegt. Nun ist es wichtig, in regelmäßigen Abständen, beispielsweise nach mehreren Monaten, ein Rebalancing durchzuführen. Man sollte dabei die ursprünglich festgelegte Asset Allocation wiederherstellen. Nach gewisser Zeit könnten nämlich Verschiebungen der prozentualen Anteile erfolgt sein, beispielsweise durch Kursänderungen. Um die eigene Risikotragfähigkeit wieder besser abzubilden, lohnt es sich, hier regelmäßig nach dem Rechten zu schauen. 


Es freut mich sehr, wenn du bis hierhin durchgehalten hast und hoffentlich sieht man sich bei einem nächsten Artikel oder Video wieder! Ein schöner Tag sei gewünscht, nehmt das Leben nicht so hart und arbeitet nicht nur wegen des Geldes - dafür ist unsere Zeit viel zu schade!

Mit grandiosen Grüßen

Jonas Rosenberger